Wie viele Solarmodule braucht ein Haus in der Schweiz?

Wie viele Solarmodule ein Einfamilienhaus in der Schweiz braucht: 8 bis 12 kWp für 7'500 kWh in Zürich, der Ertrag pro kWp von St. Gallen bis Sitten, Winter, Ausrichtung und die Regeln zur Grösse.

Auf einen Blick

  • Für 7'500 kWh im Raum Zürich sind 8 bis 12 kWp üblich. Das sind rund 18 bis 27 Module mit 450 W auf 37 bis 55 m² Modulfläche.
  • Das gute Dach zählt mehr als die Jahresbilanz. Die Einmalvergütung wird pro kW bezahlt, und der Preis pro kWp sinkt mit der Grösse. Eine grössere Anlage amortisiert sich in unserer Rechnung deshalb nicht langsamer, obwohl Sie einen kleineren Teil des Stroms selbst verbrauchen.
  • Prüfen Sie drei Schweizer Regeln. Die Einspeisebegrenzung Ihres Netzbetreibers (bei EKZ 70 % der Modulleistung), den dreiphasigen Anschluss über 3.7 kVA und das Meldeverfahren bei der Gemeinde.

Wie viele Solarmodule? Ein Einfamilienhaus mit 7'500 kWh Jahresverbrauch im Raum Zürich nimmt typischerweise 8 bis 12 kWp auf, also rund 18 bis 27 Module mit 450 W auf 37 bis 55 m². Jedes kWp liefert auf einem Süddach mit 30° Neigung pro Jahr rund 1'120 kWh in St. Gallen bis 1'410 kWh in Sitten. Um nur den Jahresverbrauch zu decken, würden in Zürich schon 15 Module reichen; neue Anlagen auf Einfamilienhäusern waren 2025 im Mittel 13.4 kW gross, und in unserer Rechnung bezahlt sich das ganze gut ausgerichtete Dach ebenso schnell.

In 30 Sekunden: Wie viele Module passen auf Ihr Dach?Wie viele Module für Ihr Dach?

Mein jährlicher Stromverbrauch beträgt

Mit Ihrem jährlichen Stromverbrauch legen wir Ihre Solaranlage aus.

Trifft etwas davon zu?

Mehrfamilienhaus oder Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV): Geben Sie den gesamten Verbrauch aller Wohnungen ein.

Sichere VerbindungEine Schätzung mit Annahmen, die Sie sehen und ändern können

Die Faustregel in zwei Schritten

Beginnen Sie mit dem Stromverbrauch der letzten zwölf Monate. Er steht auf den Rechnungen Ihres Elektrizitätswerks, oft auch im Kundenportal. Nehmen Sie ein ganzes Jahr: In der Schweiz verbraucht ein Haus im Winter mehr, mit einer Wärmepumpe deutlich mehr.

Leistung für die Jahresbilanz (kWp) = Jahresverbrauch (kWh) ÷ Ertrag eines kWp an Ihrem Ort (kWh pro Jahr)

Anzahl Module = Leistung (kWp) × 1'000 ÷ Leistung eines Moduls (W)

Für das Haus mit 7'500 kWh in Zürich: 7'500 ÷ 1'145 = 6.55 kWp, und 6.55 × 1'000 ÷ 450 = 14.6, also 15 Module oder 6.75 kWp. Damit produziert die Anlage übers Jahr so viel, wie das Haus verbraucht. Für Ihre Adresse und Ihr Dach rechnet das der Solarrechner.

Das kWp (Kilowattpeak) ist die Nennleistung der Module unter Standardtestbedingungen, also die Grösse der Anlage. Die kWh ist die Energie, die über die Zeit produziert oder verbraucht wird. Eine Anlage mit 10 kWp liefert also nicht jede Stunde 10 kWh, sondern folgt der Sonne, der Jahreszeit und der Temperatur.

Die Modulleistung ändert die Zahl stark. Für rund 6.75 kWp brauchen Sie 17 Module mit 400 W (6.8 kWp), 15 mit 450 W (6.75 kWp) oder 15 mit 475 W (7.1 kWp). Eine Offerte, die nur «15 Module» nennt, ist deshalb unvollständig: Vergleichen Sie immer die Gesamtleistung in kWp und die genaue Typenbezeichnung. Welche Module in der Schweiz verkauft werden und wie sie sich unterscheiden, zeigt unser Vergleich der besten Solarmodule.

Was ein kWp in Ihrer Region liefert

Der Ertrag pro kWp ist die Zahl, mit der Sie vom Verbrauch auf die Anlagengrösse kommen. Wir haben ihn mit PVGIS, dem Werkzeug der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission, für 14 Schweizer Orte gerechnet: Süddach, 30° Neigung, 14 % Systemverluste. Die letzte Spalte wendet die Faustregel auf ein Haus mit 7'500 kWh an.

OrtkWh pro kWp und JahrDezember, kWh pro kWp und TagJuli, kWh pro kWp und TagAnteil Oktober bis MärzModule für 7'500 kWh (450 W)
Zürich1'1451.24.434 %15
Bern1'2321.54.736 %14
Basel1'1611.44.535 %15
Luzern1'1501.44.336 %15
St. Gallen1'1211.44.236 %15
Schaffhausen1'1581.14.632 %15
Chur1'2351.24.537 %14
Davos1'2721.24.338 %14
St. Moritz1'2551.04.635 %14
Lugano1'3072.14.939 %13
Genf1'2651.54.835 %14
Lausanne1'2751.54.836 %14
La Chaux-de-Fonds1'1521.54.436 %15
Sitten1'4112.14.741 %12

Sitten liefert pro kWp rund 26 % mehr als St. Gallen. Im Mittelland von Basel bis St. Gallen sind die Unterschiede klein: Dort reichen für dieselbe Jahresbilanz 14 bis 15 Module, im Wallis 12. Für die meisten Häuser der Deutschschweiz ist deshalb nicht die Region, sondern das Dach die grössere Grenze.

Die Tabelle setzt ein ideales Dach ohne Schatten voraus; wie ein Ertrag entsteht und wie Sie die Schätzung einer Offerte prüfen, erklärt der Ratgeber zum Ertrag einer Solaranlage. Die realen Netzverbundanlagen in der Schweiz, mit all ihren Ausrichtungen, Neigungen und Schatten, lieferten im Jahr 2025 laut der Statistik Sonnenenergie des BFE im Mittel 900 kWh pro kW. Für Ihre Adresse gibt der Solarkataster des Bundes sonnendach.ch eine erste Schätzung pro Dachfläche; wie Sie seine Farben und Zahlen lesen, erklärt unser Ratgeber zu sonnendach.ch und der Eignung Ihres Dachs.

Soll die Anlage das ganze gute Dach füllen?

Die Faustregel liefert ein Minimum, kein Ziel. Unser Rechenmodell zeigt für ein Haus im Gebiet der EKZ in Zürich, was passiert, wenn die Anlage wächst. Annahmen: 7'500 kWh nach ElCom-Profil H5 (Einfamilienhaus mit Elektroboiler), Süddach mit 30°, 24.0 Rp. pro selbst verbrauchte kWh und 7.0 Rp. pro eingespeiste kWh, Preise 2027 konstant, ohne Batterie.

AnlageModule mit 450 WModulflächeProduktion pro JahrEigenverbrauchAutarkieAmortisation
4 kWp9≈ 18 m²4'578 kWh35 %21 %19.8 Jahre
6 kWp14≈ 29 m²6'868 kWh27 %25 %18.3 Jahre
8 kWp18≈ 37 m²9'157 kWh23 %28 %17.6 Jahre
10 kWp23≈ 47 m²11'446 kWh19 %29 %17.3 Jahre
12 kWp27≈ 55 m²13'735 kWh17 %31 %17.2 Jahre
15 kWp34≈ 69 m²17'169 kWh14 %32 %17.1 Jahre

Die Modulzahl ist aufgerundet (23 Module mit 450 W sind 10.35 kWp); die Rechnung nimmt die Nennleistung der ersten Spalte. Die Fläche rechnet mit 2.04 m² pro Modul.

Zwei Linien laufen gegeneinander. Je grösser die Anlage, desto kleiner der Anteil, den das Haus selbst verbraucht: von 35 % bei 4 kWp auf 14 % bei 15 kWp. Gleichzeitig wird die Amortisation nicht länger, sondern etwas kürzer. Dafür gibt es zwei Gründe:

  • Die Einmalvergütung wird pro kW bezahlt. Pronovo zahlt für eine angebaute Anlage unter 30 kW CHF 360 pro kW, ohne Grundbeitrag. Jedes zusätzliche Modul bringt also denselben Beitrag.
  • Die Fixkosten verteilen sich. Laut der Preisstudie 2025 von EnergieSchweiz sinken die Kosten pro kWp mit der Grösse, weil ein Teil davon fix ist, namentlich für Administration und Logistik.

Der Vorteil ist bei EKZ klein: Zwischen 8 und 15 kWp ändert sich die Amortisation nur um ein halbes Jahr, und mit konstanten Preisen dauert sie rund 17 Jahre. Was steigt, ist der Gewinn über 25 Jahre. Wie stark das von Ihrem Netzbetreiber abhängt (Strompreis, Rückliefertarif), zeigt unser Ratgeber Lohnt sich eine Solaranlage? für 15 Deutschschweizer Betreiber; die Preise nach Grösse stehen im Ratgeber zu den Kosten einer Solaranlage. Auch der Bund kommt im Solarkataster sonnendach.ch zum Schluss, dass es sich in den meisten Fällen lohnt, die gesamte real nutzbare Dachfläche zu belegen.

Für andere Haushalte im selben Gebiet ergibt dasselbe Modell:

HaushaltAnlageEigenverbrauchAutarkie
4'500 kWh, ohne Elektroboiler6 kWp, 14 Module19 %29 %
4'500 kWh, ohne Elektroboiler10 kWp, 23 Module13 %32 %
13'000 kWh, mit Wärmepumpe10 kWp, 23 Module23 %21 %
13'000 kWh, mit Wärmepumpe15 kWp, 34 Module17 %23 %

Ein kleiner Haushalt mit 4'500 kWh nutzt von einer grossen Anlage nur einen kleinen Teil selbst; ein Haus mit Wärmepumpe verbraucht mehr Strom, auch tagsüber. In allen drei Fällen bleibt die Autarkie unter rund einem Drittel. Wie lange die Anlage für jeden dieser Haushalte braucht, bis sie bezahlt ist, steht im Ratgeber Lohnt sich eine Solaranlage?.

Wählen Sie Ihren Verbrauch und Ihre Dachfläche und achten Sie darauf, ab welcher Grösse die Jahresproduktion den Verbrauch übersteigt.

7'500 kWh

Freier Randstreifen (0.4 m) Hat keinen Platz

Nur 12 der 22 Module haben auf dieser Dachfläche Platz: 5.58 kWp statt 10.23 kWp.

Was der Rechner vorschlägt

Anlagenleistung
10.23 kWp22 Module à 465 Wp
Auf dieser Dachfläche
12 von 225.58 kWp auf dem Dach
Belegte Dachfläche
24 m²von 37 m² (64%)
  1. 1Ihr Verbrauch Der Rechner teilt 7'500 kWh pro Jahr durch die 927 kWh, die jedes kWp in einem Jahr liefert, und rundet auf ganze Module auf: 22 Module à 465 Wp, also 10.23 kWp.
  2. 2Kleines Dach Eine kleine Dachfläche von 6 × 4.5 m, mit 0.4 m Abstand zu den Rändern. Nur 8 der 22 Module haben auf dieser Dachfläche Platz: 3.72 kWp statt 10.23 kWp.
  3. 3Grosses Dach Eine grosse Dachfläche von 11 × 6.5 m. Alle 22 Module haben auf dieser Dachfläche Platz, und es bleibt Raum für 2 weitere.
Bemessen wie in unserem Rechner: der Jahresverbrauch geteilt durch 927 kWh pro kWp und Jahr (unser Durchschnitt für ein Dach, dessen Ausrichtung und Verschattung wir noch nicht kennen), aufgerundet auf ganze JA Solar JAM54D40-465/LR-Module (465 Wp, 1762 × 1134 mm). Die Dachflächen sind Beispiele, entlang der Traufe × von der Traufe bis zum First: klein 6 × 4.5 m, mittel 7.8 × 4.8 m, gross 11 × 6.5 m, mit 0.4 m Abstand zu jedem Rand und 2 cm zwischen den Modulen. Die tatsächliche Belegung bestimmen die örtlichen Vorschriften und Ihr Installateur.

Wie viele Solarmodule der Rechner für den Jahresverbrauch eines Haushalts vorschlägt und wie viele davon auf eine kleine, mittlere oder grosse Dachfläche passen.

7'500 kWh pro Jahr: 10.23 kWp, 22 Module. Nur 12 der 22 Module haben auf dieser Dachfläche Platz: 5.58 kWp statt 10.23 kWp.

Die Anzahl ist der Jahresverbrauch geteilt durch den erwarteten Ertrag pro kWp, aufgerundet auf ganze Module (mindestens vier), innerhalb der Grenze des Standard-Wechselrichters im Rechner. Die Module stehen hochkant in Reihen innerhalb eines freien Randstreifens; Dachfenster, Kamine, Lüftungsrohre und örtliche Vorschriften sind nicht berücksichtigt.

Was eine grössere Anlage nicht ändert

Mehr Module bringen mehr Strom am Mittag und im Sommer. Am Abend, in der Nacht und an trüben Wintertagen bezieht das Haus trotzdem Strom aus dem Netz: Bei 10 kWp deckt die Anlage in unserer Rechnung 29 % des Verbrauchs, bei 15 kWp 32 %. Wer mehr selbst verbrauchen will, verschiebt Verbraucher auf den Tag oder ergänzt einen Speicher; was ein Batteriespeicher bei Ihrem Netzbetreiber einbringt, zeigt unser Ratgeber [Solaranlage mit Speicher](/de/ratgeber/batteriespeicher-solaranlage).

Sommer, Winter und die Jahresbilanz

Eine Anlage, die übers Jahr so viel produziert, wie das Haus verbraucht, deckt nicht jeden Monat. Ein Haus mit 7'500 kWh braucht im Mittel 20.5 kWh pro Tag. Eine Anlage mit 10 kWp in Zürich liefert im Dezember rund 12 kWh pro Tag, im Juli rund 44 kWh. Im Winter fehlt also auch einer grossen Anlage Strom, im Sommer fliesst der grösste Teil ins Netz.

Der Anteil des Winterhalbjahrs (Oktober bis März) an der Jahresproduktion liegt im Mittelland bei rund einem Drittel: 34 % in Zürich, 36 % in Bern, Luzern und St. Gallen, 32 % in Schaffhausen. Sitten (41 %) und Lugano (39 %) liefern im Dezember pro kWp rund 70 % beziehungsweise 67 % mehr als Zürich. Steiler montierte Module holen im Winter mehr heraus, weil die Sonne tief steht; unser Ratgeber zur Ausrichtung und Neigung vergleicht die Winkel.

Mit einer Wärmepumpe verschiebt sich das Problem weiter. Im ElCom-Profil eines Hauses mit Wärmepumpe (13'000 kWh) fallen rund 65 % des Verbrauchs von Oktober bis März an, wenn die Module am wenigsten liefern. Deshalb deckt die Anlage in der Tabelle oben bei diesem Haus einen kleineren Teil des Bedarfs. Ein Batteriespeicher hilft dabei kaum: Er verschiebt den Mittag in den Abend, nicht den Sommer in den Winter. Wie Sie Wärmepumpe und Solaranlage aufeinander abstimmen, erklärt unser Ratgeber Photovoltaik und Wärmepumpe.

Achten Sie auf den Abstand zwischen Produktion und Verbrauch im Dezember und im Juli: Er bleibt auch bei einer grösseren Anlage bestehen.

In Zürich liefern die Module im Juli 3.6-mal so viel wie im Dezember

Ertrag von 1 kWp Modulen pro Monat. Wechseln Sie zu einer ganzen Anlage, um ihn mit dem Verbrauch eines Haushalts zu vergleichen.

Das Jahr in Zürich

Bester Monat
138 kWhJuli
Schwächster Monat
38 kWhDezember
Bester zu schwächstem
3.6×Juli zu Dezember
Ganzes Jahr
1'145 kWhpro kWp
Monatsmittel für Zürich aus PVGIS 5.3: 1 kWp nach Süden mit 30° Neigung, frei aufgeständert, 14 % Systemverluste, langjährige Satellitendaten. Mit diesen Werten rechnet unser Rechner; Ausrichtung, Neigung und Schatten Ihres Dachs verändern sie.

Balkendiagramm des Solarertrags Monat für Monat am gewählten Ort, aus den PVGIS-Werten unseres Rechners. Die Tabelle nennt jeden Monat.

Jeder Monat ist das langjährige PVGIS-Mittel für 1 kWp; für eine ganze Anlage mal ihre kWp. Der Verbrauch ist die Aufteilung des Jahresverbrauchs auf die Monate durch unseren Rechner.

Solarertrag pro Monat in Zürich
Januar: 47 kWh
Februar: 68 kWh
März: 105 kWh
April: 124 kWh
Mai: 127 kWh
Juni: 134 kWh
Juli: 138 kWh
August: 126 kWh
September: 109 kWh
Oktober: 80 kWh
November: 49 kWh
Dezember: 38 kWh

Ausrichtung und Neigung: Süd, Ost-West, flach

Nicht jedes Dach zeigt nach Süden. Für Zürich haben wir mit PVGIS den Jahresertrag pro kWp für verschiedene Dachflächen gerechnet, mit dem Geländehorizont; der Prozentwert vergleicht mit der besten Lage.

Dachfläche in ZürichkWh pro kWp und JahrIm Vergleich zur besten Lage
Beste Lage1'152100 %
Süd, 30°1'14599 %
Südost oder Südwest, 30°1'08294 %
Ost-West, 30° (Mittel beider Seiten)92380 %
Ost-West, 10° (Mittel beider Seiten)96584 %
Flach, 0°97384 %
Nord, 30°64856 %

Südost und Südwest verlieren nur rund 6 %. Ein Ost-West-Dach liefert pro kWp rund ein Fünftel weniger als ein Süddach, ist aber eine echte Option: Auf einem Satteldach lassen sich beide Seiten belegen, und die Produktion verteilt sich auf Vormittag und Nachmittag statt auf den Mittag. Für dieselbe Jahresproduktion wie 10 kWp nach Süden braucht es in Zürich rund 12.4 kWp nach Ost-West, also etwa 28 statt 23 Module.

Auf einem Flachdach liefern flach liegende Module und Ost-West-Module mit 10° je rund 84 % der besten Lage. Damit die Anlage im Meldeverfahren bleibt, dürfen die Module auf einem Flachdach den Dachrand um höchstens einen Meter überragen und müssen so weit zurückversetzt sein, dass sie von unten in einem Winkel von 45 Grad nicht sichtbar sind. Eine Nordseite mit 30° liefert nur gut die Hälfte; sie lohnt sich selten, wenn andere Flächen frei sind.

Drehen und neigen Sie das Dach und achten Sie darauf, wie wenig eine Abweichung von Süd nach Südost kostet und wie viel eine Nordseite verliert.

78% des besten Dachs in Zürich

900 kWh pro kWp und Jahr

Module nach Osten mit 35° Neigung liefern 78% dessen, was das beste Dach in Zürich liefert.

Jede Ausrichtung und Neigung Neigung

Ihr Dach Bestes

Drehen Sie das Dach mit dem blauen Punkt (oder mit den Pfeiltasten). Sonnenbahn im Juni im Dezember Ziehen Sie am Haus, um es von allen Seiten zu sehen; der Kompass dreht es.

10:00

Sommer, 10:00: Die Sonne steht 56° über dem Horizont, im Südosten.

35°

Pro kWp Module und Jahr

Ihr Dach
900 kWh78% des besten
Bestes Dach
1'150 kWhSüden, 40°
Flach
970 kWh84% des besten
  1. 1Süden In Zürich schaut das beste Dach nach Süden mit 30 bis 40° Neigung, und die Spitze ist breit: 10° mehr oder weniger bei Ausrichtung oder Neigung kosten nur ein bis zwei Prozentpunkte.
  2. 2Osten oder Westen Nach Osten gedreht liefert das Dach noch 78% des besten. Die Module beginnen früher und hören früher auf; über ein Jahr kostet das etwa ein Fünftel.
  3. 3Ost-West Mit Modulen auf beiden Flächen eines flach geneigten Ost-West-Dachs liefert jedes Modul 83%, und es passen doppelt so viele darauf. Der Ertrag verteilt sich auf Morgen und Abend.
  4. 4Norden Nach Norden mit 40° Neigung liefern Module nur 47% des besten: die Richtung, in der ein geneigtes Dach mit Abstand am meisten verliert. Flach liegende Module liefern überall 84%.
Jahresertrag pro kWp Module in Zürich für jede Ausrichtung und Neigung, aus dem PVGIS-Dienst der EU-Kommission mit den Einstellungen unseres Rechners (14 % Systemverluste). Schatten auf Ihrem eigenen Dach sind nicht enthalten.

Wie stark Ausrichtung und Neigung eines Dachs den Jahresertrag von Solarmodulen verändern, nach langjährigen Satellitendaten für diese Stadt.

Die Werte sind Jahresschätzungen von PVGIS 5.3 für kristalline Module mit 14 % Systemverlusten und dem lokalen Horizont, auf einem Raster von Ausrichtungen alle 15° und Neigungen alle 10°, zwischen den Punkten interpoliert.

Wie viele Module auf Ihr Dach passen

Ein Modul mit 450 W misst rund 1.76 × 1.13 m, also rund 2 m². Rechnen Sie aber mit der nutzbaren Fläche, nicht mit der ganzen Dachfläche. Ziehen Sie Dachfenster, Lukarnen, Kamin, Lüftungsrohre, Randabstände und verschattete Bereiche ab. Der Solarkataster sonnendach.ch rechnet mit der ganzen Dachfläche und hält selbst fest, dass die real nutzbare Fläche bedeutend kleiner ausfallen kann.

Module sind Rechtecke: 47 m² rund um eine Lukarne nehmen nicht unbedingt 23 Module auf. Nur ein Belegungsplan zeigt, wie viele wirklich Platz haben. Bei der Besichtigung muss der Installateur auch die Eindeckung, den Dachstuhl und die Schnee- und Windlasten an Ihrem Ort prüfen.

Auf einem Schrägdach bleibt es bei einer Meldung an die Gemeinde, wenn die Module die Dachfläche im rechten Winkel um höchstens 20 cm überragen, von oben gesehen nicht über die Dachfläche hinausragen, reflexionsarm sind und kompakt angeordnet werden. Technisch bedingte Auslassungen oder eine versetzte Anordnung aufgrund der verfügbaren Fläche sind zulässig. Ein Dach mit vielen Hindernissen lässt sich also belegen, ohne dass eine Baubewilligung nötig wird.

Schweizer Regeln, die die Grösse beeinflussen

Die Begrenzung der Einspeisung auf 70 %

Seit dem 1. Januar 2026 darf ein Netzbetreiber nach Art. 19c der Stromversorgungsverordnung (StromVV) höchstens 3 % der jährlich erzeugten Energie am Anschlusspunkt abregeln, ohne sie zu vergüten. Eine Bundesregel zu 70 % gibt es nicht. Eine Empfehlung der Branche hält fest, dass eine Begrenzung auf 70 % der Modulleistung die 3 % für Anlagen bis 1'200 m Höhe und über 0.8 kW einhält; einzelne Betreiber wie EKZ und BKW setzen sie bei neuen Anlagen um. Für die Grösse heisst das: Eine Anlage mit 10 kWp darf in diesem Fall höchstens 7 kW einspeisen, der Verbrauch des Hauses im selben Moment zählt nicht dazu, und verloren gehen nur wenige Spitzenstunden an sonnigen Mittagen. Die Begrenzung ist deshalb kein Grund für eine kleinere Anlage, sondern ein Grund, Boiler, Elektroauto oder Wärmepumpe am Mittag laufen zu lassen; wie das geht, erklärt unser Ratgeber zum Eigenverbrauch von Solarstrom. Was die Begrenzung in Franken kostet und wie die Betreiber vorgehen, steht im Ratgeber Lohnt sich eine Solaranlage?. Fragen Sie Ihren Netzbetreiber, welche Regel bei ihm gilt.

Ein- oder dreiphasig: die Grenze von 3.7 kVA

Nach den Werkvorschriften der Netzbetreiber (WV-CH 2025, Kap. 1.6) dürfen Energieerzeugungsanlagen nur mit einer Leistung bis 3.7 kVA einphasig angeschlossen werden; gemeint ist die Wechselrichterleistung, nicht die kWp der Module. Eine Hausanlage mit 8 bis 12 kWp wird deshalb in der Regel mit einem dreiphasigen Wechselrichter angeschlossen; erlaubt sind auch höchstens drei einphasige Wechselrichter bis je 3.7 kVA, auf die drei Phasen verteilt (Kap. 10.3.1 Abs. 2). Für eine Offerte heisst das: Die Leistung des Wechselrichters in kVA und die Anschlussart müssen darin stehen, nicht nur die kWp der Module.

Einmalvergütung: Mindestgrösse und Leistungsstufen

Pronovo zahlt die Einmalvergütung ab einer Leistung von 2 kW. Für ein Einfamilienhaus mit 8 bis 15 kWp gilt durchgehend der Satz für Anlagen unter 30 kW, und Sie beantragen die Vergütung nach der Inbetriebnahme. Die Sätze, die Boni und was Sie insgesamt erhalten, mit den kantonalen Beiträgen und dem Steuerabzug, zeigt unser Ratgeber zur Förderung einer Solaranlage in der Schweiz.

Meldeverfahren oder Baubewilligung

Die Zahl der Module ändert am Verfahren nichts, solange die Bedingungen im Abschnitt zur Dachfläche erfüllt sind (RPG Art. 18a). Die Kantone können in klar umschriebenen Schutzzonen eine Bewilligung verlangen, und auf Kultur- und Naturdenkmälern von kantonaler oder nationaler Bedeutung ist sie immer nötig. Wie die Meldung in Ihrer Gemeinde abläuft, erklärt unser Ratgeber Baubewilligung oder Meldeverfahren.

Solarpflicht für Neubauten

Bauen Sie neu, legt der Kanton oft eine Mindestgrösse fest. Kantone nach dem Muster MuKEn 2014 verlangen oft eine Leistung pro m² Energiebezugsfläche, Freiburg zum Beispiel mindestens 10 W pro m², aber nie mehr als 30 kW. Für ein Haus mit 200 m² Energiebezugsfläche sind das 2 kW, also 5 Module: weit weniger als das, was das Dach meist hergibt. Die Regeln aller Kantone, auch von Zürich und Bern, finden Sie im Ratgeber zur Solarpflicht in der Schweiz.

Was die Offerte zur Grösse zeigen muss

Eine seriöse Offerte verbindet Ihren Verbrauch, Ihr Dach und die vorgeschlagene Grösse, und jede Annahme lässt sich darin prüfen. Wie Sie mehrere Offerten Zeile für Zeile nebeneinanderlegen, erklärt unser Ratgeber, um Solar-Offerten zu vergleichen.

Checkliste: die Grösse in der Offerte

Verlangen Sie von jedem Installateur, diese Punkte schriftlich festzuhalten, und vergleichen Sie die Offerten dann auf derselben Grundlage.

  • Angenommener Verbrauch. Ihre kWh pro Jahr, mit künftigen Verbrauchern wie Wärmepumpe oder Elektroauto.
  • Geschätzte Produktion. kWh pro Jahr, mit dem verwendeten Werkzeug, der Ausrichtung, der Neigung und den Schatten jeder Dachfläche.
  • Module. Anzahl, genaue Typenbezeichnung, Leistung pro Modul in W und Gesamtleistung in kWp.
  • Belegungsplan. Die Anordnung der Module auf jeder Dachfläche, mit Hindernissen und Randabständen.
  • Wechselrichter. Typenbezeichnung, Leistung in kVA, ein- oder dreiphasiger Anschluss.
  • Einspeisebegrenzung. Die Regel Ihres Netzbetreibers, zum Beispiel 70 % der Modulleistung, und wie sie umgesetzt wird.
  • Varianten. Mindestens zwei Grössen, zum Beispiel die Jahresbilanz und das ganze gut ausgerichtete Dach.

Ihre Grösse berechnen

Unser Solarrechner schlägt eine Grösse nach Ihrer Adresse, Ihrem Verbrauch und Ihrem Dach vor und rechnet mit dem Strompreis und dem Rückliefertarif Ihres Netzbetreibers. Das ist eine Schätzung, keine Offerte.

In 30 Sekunden: Wie viele Module passen auf Ihr Dach?Wie viele Module für Ihr Dach?

Mein jährlicher Stromverbrauch beträgt

Mit Ihrem jährlichen Stromverbrauch legen wir Ihre Solaranlage aus.

Trifft etwas davon zu?

Mehrfamilienhaus oder Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV): Geben Sie den gesamten Verbrauch aller Wohnungen ein.

Sichere VerbindungEine Schätzung mit Annahmen, die Sie sehen und ändern können

So haben wir gerechnet

Die Erträge stammen aus PVGIS 5.3 (Süd, 30°, 14 % Verluste; die Ausrichtungswerte mit Geländehorizont), die Grössentabellen aus unserem Rechenmodell mit dem EKZ-Tarif 2027, Modulen mit 450 W und den Preisen der Preisstudie 2025 von EnergieSchweiz abzüglich Einmalvergütung, ohne Unterhalt, kantonale Beiträge und Steuerabzug. Es ist eine Modellrechnung, keine Zusage und keine Offerte: redaktionelle Methode.

Häufige Fragen

Wie viele Solarmodule oder Solarpanels braucht ein Haus mit 150 m² Wohnfläche?

Die Wohnfläche allein sagt wenig. Das ElCom-Profil eines Einfamilienhauses mit Elektroboiler rechnet mit 7'500 kWh pro Jahr, dasselbe Haus mit Wärmepumpe mit 13'000 kWh. Gehen Sie von Ihren kWh pro Jahr, dem Ertrag an Ihrem Ort und der nutzbaren Dachfläche aus.

Verringert ein Batteriespeicher die Anzahl Module?

Nein. Ein Speicher produziert keinen Strom, er speichert den Überschuss vom Mittag für den Abend. Er erhöht den Eigenverbrauch, gleicht aber eine zu kleine Jahresproduktion nicht aus. Planen Sie zuerst die Module für das Dach und danach den Speicher.

Wie viele Module mehr braucht es für ein Elektroauto?

Rechnen Sie mit den gefahrenen Kilometern und dem Verbrauch des Fahrzeugs. Bei 12'000 km pro Jahr und angenommenen 18 kWh pro 100 km sind es 2'160 kWh; in Zürich entspricht das 2'160 ÷ 1'145 = 1.9 kWp oder rund 4 bis 5 Module mit 450 W. Laden Sie dann möglichst am Mittag, sonst kommt der Strom trotzdem aus dem Netz.

Wie viele Module braucht ein Haus mit Wärmepumpe?

Für die Jahresbilanz von 13'000 kWh sind es in Zürich 13'000 ÷ 1'145 = 11.4 kWp, also rund 26 Module mit 450 W. Weil rund 65 % des Verbrauchs auf Oktober bis März fallen, deckt das nur die Jahresbilanz, nicht den Winter.

Wie schwer sind die Module für das Dach?

Ein Modul mit 450 W wiegt rund 21 kg bei rund 2 m², zum Beispiel das Trina Solar Vertex S+; das sind gut 10 kg pro m², dazu kommt die Unterkonstruktion. Bei 23 Modulen sind das rund 480 kg Module. Ob Dachstuhl und Eindeckung das tragen, auch mit Schneelast, prüft der Installateur bei der Besichtigung.

Quellen

In 30 Sekunden: Wie viele Module passen auf Ihr Dach?Wie viele Module für Ihr Dach?

Mein jährlicher Stromverbrauch beträgt

Mit Ihrem jährlichen Stromverbrauch legen wir Ihre Solaranlage aus.

Trifft etwas davon zu?

Mehrfamilienhaus oder Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV): Geben Sie den gesamten Verbrauch aller Wohnungen ein.

Sichere VerbindungEine Schätzung mit Annahmen, die Sie sehen und ändern können