Repower Rückliefertarife 2026: was Repower für Solarstrom bezahlt
Repower Rückliefertarife: wie Repower eingespeisten Solarstrom 2026 vergütet, was die Herkunftsnachweise bringen, was für 2027 feststeht, welche Messkosten anfallen und was das für ein Haus in Ilanz heisst.
Repower vergütet eingespeisten Solarstrom 2026 zum Referenz-Marktpreis des Bundesamts für Energie pro Quartal, bei einer Anlage unter 30 kW mindestens 6 Rp./kWh. Verkaufen Sie Repower auch die Herkunftsnachweise, kommen 0.5 Rp./kWh im ersten und vierten Quartal und 0.2 Rp./kWh im zweiten und dritten dazu. Alle Tarife verstehen sich ohne MWST, die Gutschrift kommt mit der Quartalsabrechnung. Den Tarif 2027 prüfen Sie direkt bei Repower.
| Repower 2026 | Anlage unter 30 kW | Mit Eigenverbrauch30 bis 150 kW mit Eigenverbrauch | Ohne Eigenverbrauch30 bis 150 kW ohne Eigenverbrauch |
|---|---|---|---|
| Basisvergütung | Referenz-Marktpreis pro Quartal | Referenz-Marktpreis pro Quartal | Referenz-Marktpreis pro Quartal |
| Minimalvergütung Photovoltaik | 6.00 Rp./kWh | 6.00 Rp. für den Teil unter 30 kW, 0.00 Rp. darüber | 6.20 Rp./kWh |
| Herkunftsnachweis Q1 und Q4 | 0.5 Rp./kWh | 0.5 Rp./kWh | 0.5 Rp./kWh |
| Herkunftsnachweis Q2 und Q3 | 0.2 Rp./kWh | 0.2 Rp./kWh | 0.2 Rp./kWh |
Repower ist Netzbetreiber in Gemeinden der Surselva, des Prättigaus, des Bündner Rheintals und des Oberengadins, zum Beispiel in Ilanz, Laax, Schiers, Klosters und Pontresina. Ob Repower Ihr Netzbetreiber ist, sehen Sie auf der Stromrechnung.
Die Vergütung 2026
Seit dem 1. Januar 2026 gelten schweizweit einheitliche Regeln: Die Vergütung richtet sich nach dem vierteljährlich gemittelten Referenz-Marktpreis zum Zeitpunkt der Einspeisung. Das BFE berechnet ihn aus den Day-Ahead-Preisen der Strombörse, gewichtet nach der viertelstündlichen Einspeisung der gemessenen Photovoltaikanlagen, und publiziert ihn in der zweiten Woche nach Quartalsende. Liegt er über der Minimalvergütung, bezahlt Repower den höheren Betrag.
Im 1. Quartal 2026 lag der Referenzpreis für Photovoltaik bei 10.27 Rp./kWh, im 2. Quartal bei 3.90 Rp./kWh. Eine Anlage unter 30 kW erhielt also 10.27 Rp. im Winterquartal und das Minimum von 6.00 Rp. im Frühling. Repower selbst weist darauf hin, dass die Vergütung im Winter tendenziell höher und im Sommer tiefer ausfällt.
Die Vergütung gilt für die ganze ins Repower-Netz eingespeiste Energie, als Überschuss oder als Nettoproduktion, für Anlagen bis 3 MW oder 5'000 MWh Jahresproduktion. Wer am Einspeisevergütungssystem des Bundes teilnimmt, erhält keine Vergütung von Repower.
Grössere Anlagen mit Eigenverbrauch. Zwischen 30 und 150 kW gilt das Minimum anteilsmässig: 180 geteilt durch die Leistung in kWp. Eine Anlage mit 50 kWp erhält mindestens 3.6 Rp./kWh.
Die Übersicht aller Netzbetreiber zeigt unser Ratgeber zum Rückliefertarif.
Herkunftsnachweise an Repower verkaufen
Ein Herkunftsnachweis bescheinigt, dass Ihr Strom aus einer erneuerbaren Quelle stammt. Der Verkauf an Repower ist freiwillig; vergütet wird nur die Menge, die Sie physisch einspeisen und an Repower verkaufen.
- Höhe 2026: 0.5 Rp./kWh von Januar bis März und Oktober bis Dezember, 0.2 Rp./kWh von April bis September.
- Voraussetzungen: Die Anlage ist beglaubigt und «naturemade star»-zertifiziert, im Herkunftsnachweissystem von Pronovo erfasst, und ein Dauerauftrag überträgt die Nachweise auf das Händlerkonto von Repower. Repower koordiniert den Dauerauftrag, wenn Sie sich melden.
- Keine Rückwirkung: Repower vergütet erst ab der Erfassung durch Pronovo.
- Kleine und grosse Anlagen: Unter 2 kVA stellt Pronovo keine Nachweise aus, dann gibt es nur die Basisvergütung. Über 150 kW regelt Repower die Abnahme individuell.
Weil ein Süddach im Sommer am meisten einspeist, bringt das wenig: In unserem Beispiel in Ilanz fallen 41 % des Überschusses auf die Quartale mit 0.5 Rp.; im Mittel sind das rund 0.32 Rp. pro eingespeiste kWh, bei 10'481 kWh also rund CHF 34 pro Jahr. Die Beglaubigung lohnt sich trotzdem, wenn Sie sie ohnehin für die Einmalvergütung von Pronovo brauchen.
Was 2027 gilt
Repower veröffentlicht die Rückliefervergütung laut Tarifblatt jeweils bis spätestens am 31. August des Vorjahres. Den Tarif 2027 prüfen Sie direkt bei Repower.
Fest steht der Bundesrahmen: Ab dem 1. Januar 2027 gilt der Spotpreis der Viertelstunde, plus einer Prämie auf jede kWh, wenn der Referenzpreis des Quartals unter 6 Rp. liegt. Nach Angaben von Repower sollen die Minimalvergütungen für Anlagen unter 150 kW bestehen bleiben, als Prämie auf den Referenzpreis des Quartals, nicht als fester Preis für Ihren Strom. Bis 2027 installiert Repower in allen Haushalten einen Smart Meter. Seit 2026 darf zudem jeder Netzbetreiber höchstens 3 % der Jahresproduktion einer Anlage abregeln, ohne dafür zu zahlen (Art. 19c StromVV).
Messkosten: welche Zähler es braucht
Seit dem 1. Januar 2026 sind die Kosten der Zähler nicht mehr in den Netzentgelten enthalten, sondern ein eigener Messtarif, auch für rechnerische, virtuelle Messpunkte. Für zusätzliche, nicht nötige Zähler und virtuelle Messpunkte verrechnet Repower 2026 noch nichts, ab 2027 den regulären Messtarif.
- Wer bei einer Anlage bis 30 kVA einen separaten Produktionszähler hat, spart mit dessen Demontage ab 2027 voraussichtlich mindestens CHF 90 pro Jahr; bei einer virtuellen Überschuss- oder Eigenverbrauchsmessung sind es mindestens CHF 108.
- Die Demontage des nicht mehr nötigen Produktionszählers übernimmt Repower kostenlos; die Gutschrift von CHF 100 an den Elektriker galt für Anpassungen bis zum 31. März 2026.
Fragen Sie Ihren Installateur, ob Ihre Messanordnung noch nötig ist. Wie eine Anlage angemeldet und gemessen wird, zeigt der Ratgeber Solaranlage installieren.
Rechenbeispiel: ein Haus in Ilanz
Unser Rechner rechnet mit einem Haus mit 7'500 kWh Verbrauch pro Jahr (ElCom-Profil mit elektrischem Boiler), das tagsüber zeitweise bewohnt ist, und einer Anlage mit 10 kWp nach Süden mit 30°. In Ilanz auf 705 m liefert sie laut PVGIS 12'738 kWh im Jahr. Die selbst verbrauchte kWh spart bei Repower 27.7 Rp. inkl. MWST (ElCom-Tarife 2027, ohne Grundgebühr und Messung). Die Anlage kostet laut Preisstudie 2025 von EnergieSchweiz CHF 23'304 inkl. MWST, nach der Einmalvergütung von CHF 3'600 also CHF 19'704.
| 6 Rp. (Minimum 2026) | Marktwert (7 Rp.) | 7 Rp. mit HKN | Batterie 10 kWhMit Batterie 10 kWh, 7 Rp. | |
|---|---|---|---|---|
| Selbst genutzt | 2'257 kWh | 2'257 kWh | 2'257 kWh | 5'723 kWh |
| Eingespeist | 10'481 kWh | 10'481 kWh | 10'481 kWh | 6'634 kWh |
| Ersparnis im ersten Jahr | CHF 1'254 | CHF 1'359 | CHF 1'393 | CHF 2'050 |
| Amortisation | 16.2 Jahre | 14.9 Jahre | 14.5 Jahre | 13.3 Jahre |
Die selbst genutzten 2'257 kWh sparen CHF 625 pro Jahr; der Überschuss bringt beim Minimum CHF 629 und beim Marktwert CHF 734. Die 6 Rp. sind das Minimum von 2026. Ab 2027 hebt die Prämie nur den Referenzpreis des Quartals auf 6 Rp.; was Ihre Anlage erhält, hängt vom Spotpreis zu ihren Einspeisezeiten ab und kann darunter liegen. Die 7 Rp. sind der Wert unseres Rechners für den Marktpreis mit Minimum: der nach Einspeisung gewichtete Durchschnitt der vier Quartale vom 3. Quartal 2025 bis zum 2. Quartal 2026. Die Batterie kostet CHF 6'964 zusätzlich. Die Rechnung nimmt gleichbleibende Preise an, 0.4 % weniger Ertrag pro Jahr und keinen Steuerabzug. Das sind Schätzungen, keine Offerte.
Die selbst verbrauchte kWh ist bei Repower rund viermal so viel wert wie die eingespeiste. Ob sich dafür ein Batteriespeicher lohnt, zeigt der Ratgeber dazu; weitere Fälle stehen im Ratgeber Lohnt sich eine Solaranlage?.
Den Strom an einen anderen Abnehmer verkaufen
Liegt Ihre Anlage im Repower-Netz, geht der Strom ohne anderslautenden Wunsch an Repower. Sie dürfen den Überschuss auch an einen anderen Abnehmer verkaufen; Repower als Netzbetreiber ist zur Abnahme verpflichtet, aber nicht der einzige Käufer. Einen Wechsel melden Sie Repower mit einer Frist von einem Monat auf ein Quartalsende; Kosten entstehen dabei nicht. Verkaufen Sie an Dritte, entfällt die Vergütung von Repower.
In Graubünden: Repower, ewz und die übrigen Werke
Im Kanton gibt es viele Netzbetreiber. In den ewz-Gemeinden in Mittelbünden gilt der Tarif von ewz mit fester Vergütung, den unser Ratgeber zum Rückliefertarif von ewz erklärt. Förderung, Ertrag und Bewilligung im ganzen Kanton zeigt der Ratgeber zur Solaranlage im Kanton Graubünden. Ob die Vergütung als Einkommen steuerbar ist und wie Sie die Anlage abziehen, erklärt der Ratgeber Solaranlage von den Steuern abziehen.
Häufige Fragen
Wie hoch sind die Rückliefertarife von Repower 2026?
Repower bezahlt den Referenz-Marktpreis des BFE pro Quartal, bei einer Anlage unter 30 kW mindestens 6 Rp./kWh: 10.27 Rp. im 1. und 6.00 Rp. im 2. Quartal 2026. Dazu kommen 0.5 oder 0.2 Rp./kWh für die Herkunftsnachweise. Alle Beträge ohne MWST.
Was bezahlt Repower 2027?
Den Tarif 2027 erfahren Sie bei Repower. Bundesweit gilt ab 2027 der Spotpreis der Viertelstunde mit einer Prämie, wenn der Referenzpreis des Quartals unter 6 Rp. liegt.
Lohnt es sich, die Herkunftsnachweise an Repower zu verkaufen?
Es bringt wenig: im Mittel rund 0.32 Rp. pro eingespeiste kWh, in unserem Beispiel rund CHF 34 pro Jahr. Voraussetzung sind Beglaubigung, «naturemade star»-Zertifizierung und ein Dauerauftrag bei Pronovo.
Wann zahlt Repower die Vergütung aus?
Mit der Quartalsabrechnung. Das BFE publiziert den Referenz-Marktpreis jeweils in der zweiten Woche nach Quartalsende.
Kann ich meinen Solarstrom an jemand anderen verkaufen?
Ja. Melden Sie den Wechsel Repower einen Monat vor Quartalsende; es kostet nichts. Die Vergütung von Repower entfällt dann.
